Teilnehmende aus ganz Baden-Württemberg beim ersten Seminar für Pressesprecher der Feuerwehr Böblingen

Die Bedeutung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Hilfsorganisationen bei Einsätzen und Unglücksfällen nimmt seit Jahren kontinuierlich zu. Um die nahezu deutschlandweit bestehende Lücke im Fort- und Ausbildungsangebot für (Feuerwehr-) Pressesprecherinnen und Pressesprecher zu verkleinern, hat die Feuerwehr Böblingen die „Böblinger Seminarreihe für Pressesprecher“ ins Leben gerufen. Deren erstes Seminar fand nun vom 15. bis 17. November 2021 auf der Böblinger Feuerwache statt. Auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer warteten in diesen drei Tagen hochkarätige Referentinnen und Referenten aus ganz Deutschland.

Themenschwerpunkt Pressearbeit und Krisenkommunikation an Einsatzstellen

Schwerpunkte der ersten Seminar-Auflage waren die Themen Pressearbeit und Krisenkommunikation an Einsatzstellen. Den Auftakt machte Dr. Rolf-Dieter Erbe, Brandoberamtsrat bei der Berliner Feuerwehr und dort unter anderem im Pressedienst tätig. Auf abwechslungsreiche Art und Weise zeigte der Fachmann die Funktionsweise der Pressestelle der Berliner Feuerwehr und stimmte inhaltlich auf das Thema Krisenkommunikation ein. Ebenfalls hob er die Bedeutung der Sozialen Netzwerke für die Öffentlichkeitsarbeit hervor. Den zweiten Seminartag gestaltete der stellvertretende Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr Hamburg, Jan Ole Unger. Augenmerk galt der praktischen Erstellung von Pressemitteilungen im Rahmen von Einsatzlagen, dem Umgang mit Medienvertretern vor Ort sowie rechtlicher Grundlagen. Ergänzt wurde das Themenfeld durch einen Impulsvortrag von Jan-Philipp Schlecht, Chefredakteur der Kreiszeitung Böblinger Bote. Den Abschluss des Seminars bildete dann am Mittwoch Kristina Duveneck, die als freie TV-Autorin und Journalistin namhafter Fernsehsender Kamera-Interviews sowohl theoretisch als auch praktisch behandelte. Einen weiteren Impuls setzte zudem Carolin Bartelt, Leiterin der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit der Bundespolizei in Baden-Württemberg, mit einem Vortrag zur Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Bundespolizei.
 
Breite Zufriedenheit der Organisatoren und Teilnehmenden

Die beiden Pressesprecher und Organisatoren des Seminars, Tobias Wankmüller und Gianluca Biela, zeigten sich sehr zufrieden: „Wir sind sehr stolz, mit dem ersten Seminar unserer Reihe einen Grundstein gelegt zu haben und können zurecht behaupten, dass das Angebot etwas einzigartiges darstellt. Das durchweg sehr gute Feedback unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer stimmt uns zudem positiv, weitere Seminare zu planen“. Bereits im Frühjahr nächsten Jahres soll das selbe Seminar nochmals stattfinden – für diejenigen, deren Seminar Mitte diesen Jahres Corona-bedingt leider abgesagt werden musste. Für das ursprünglich für 30 Teilnehmende geplante Seminar hatten sich über 60 Personen angemeldet, sodass von vorn herein zwei Termine angeboten wurden. Durch Impfung, Schnelltests und Hygiene-Konzept wurden die Corona-Regeln immer eingehalten, was den Teilnehmenden eine sichere Seminarteilnahme ermöglichte.
Für Teilnehmer Kai Amrein ist das Seminar ein voller Erfolg: „Besonders gefallen hat mir der starke Praxisbezug für unsere tägliche Arbeit in Verbindung mit dem professionellen organisatorischen Rahmen. Ich bin überzeugt, dass dieses Pressesprecher-Netzwerk langfristig voneinander profitieren wird und freue mich auf eine Fortsetzung in Böblingen“, so der Pressesprecher der Feuerwehr Meckenbeuren über die Qualität und die Organisation der Fortbildungsveranstaltung.

In der abschließenden Feedback-Runde äußerten sich sowohl Seminar-Teilnehmer als auch die beiden Organisatoren positiv über eine Fortsetzung der Seminarreihe. „Die gesammelten Themenvorschläge werden dabei hilfreich sein, mit weiteren Referenten ein anspruchsvolles Seminar-Paket zu schnüren“, bekräftigen Tobias Wankmüller und Gianluca Biela, die sich bei den diesjährigen Referentinnen und Referenten für deren Engagement und Bereitschaft abschließend bedanken.