Freiwillige Feuerwehr heißt Ehrenamt.
„Was, Sie machen das nicht hauptberuflich?“ Diese Frage hören Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr Böblingen immer wieder. Viele Menschen glauben, dass die Einsatzkräfte, die nach fünf bis zehn Minuten am Schadensort eintreffen, mit dieser Tätigkeit ihr tägliches Brot verdienen. Aber: Die Böblinger Feuerwehrangehörigen leisten ihren Dienst freiwillig und ehrenamtlich.

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Unser Land erlebt aktuell, wie uns ein Virus vor neue Herausforderungen und Prüfungen stellt. Es ist nach wie vor schwierig abzuschätzen, wie sich die Lage entwickelt und wohin sie uns noch führen wird. Klar ist bislang nur, dass diese Dynamik bei uns allen ein Höchstmaß an Flexibilität fordern wird. Tobias Wankmüller, Pressesprecher der Feuerwehr Böblingen, führte dazu ein Interview mit Feuerwehrkommandant Thomas Frech.

Hallo Thomas, die Corona-Krise ist auch in Böblingen angekommen. Wie schätzt Du die Lage ein?

Hallo Tobias. Du hast in deinen einleitenden Worten ja bereits das meiste gesagt. Für uns alle ist das bislang eine vollkommen neue Situation. Wir befinden uns auf einem Weg, dessen Richtung und Länge wir alle nicht abschätzen können. Ich kann nur für die Stadt Böblingen sprechen: Hier arbeiten Kolleginnen und Kollegen aus der Stadtverwaltung mit, die alles dafür tun, um die Bürgerinnen und Bürger bestmöglich durch und aus der Krise zu führen. 

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Um 13.10 Uhr wurde die Feuerwehr Böblingen durch die Integrierte Leitstelle zu einer Rauchentwicklung aus einer Lagerhalle gerufen. Bereits wenige Minuten nach der Alarmierung stellte sich heraus, dass die Lagerhalle ein mehrgeschossiges Wohnhaus war, welches derzeit keiner Nutzung unterlag. Die vom Brand ausgehende Rauchwolke war schon über weite Teile des Landkreises Böblingen zu sehen. Das ersteintreffende Fahrzeug mit dem Einsatzleiter konnte die Meldung der Leitstelle bestätigen. Daher wurde ein Gesamtalarm für die Feuerwehr Böblingen ausgelöst, weshalb alle Löschfahrzeuge der Abt. Böblingen und der Abt. Dagersheim zum Einsatz kamen.

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Eine von Südwesten heraufziehende Unwetterzelle entlud sich am Donnerstag, den 31.05.2018 gegen kurz vor Mitternacht im Ballungsgebiet Böblingen mit Starkregen und Sturmböen. Ausläufer waren im nahezu gesamten Landkreis zu spüren. Die ersten Notrufe erreichten die Integrierte Leitstelle Böblingen gegen 23.45 Uhr, was im Nachgang für viele Feuerwehrleute im Landkreis eine schlaflose Nacht bedeutete.

Knapp 260 Einsätze im Landkreis verteilt

Die Feuerwehr Böblingen wurde in den nachfolgenden 18 Stunden zu knapp 90 unwetterbedingten Einsätzen alarmiert. Hierfür waren in Spitzenzeiten bis zu 60 Feuerwehrleute ehrenamtlich im Einsatz, die teilweise ohne Schlafpause unermüdlich sich in den Dienst der hilfesuchenden Bürgerschaft stellten. Bereits zu Beginn des Unwetterszenarios wurde von der Feuerwehr Böblingen ein Löschfahrzeug in die Gemeinde Altdorf abgestellt, da sich hier die ersten Einsätze entwickelten. Kurz nach 0 Uhr traf das Unwetter auf das Stadtgebiet Böblingen. Die große Mehrzahl an Einsätzen handelte von überfluteten Räumlichkeiten und Straßenabschnitten.

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Deutscher Feuerwehrverband informiert zum Notruftag am 11. Februar 2017

500 Millionen Menschen, ein Notruf: Über die kostenfreie Telefonnummer 112 erhalten Hilfesuchende in allen Ländern der Europäischen Union Schutz und Hilfe von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten. Um diese Nummer bekannter zu machen, findet am 11. Februar der europaweite Notruftag statt. „Wir wollen die Menschen darüber informieren, dass der Notruf 112 nicht nur in Deutschland, sondern europaweit für schnelle, zuverlässige Hilfe steht“, erklärt Frank Hachemer, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV).

„Man sollte es kaum glauben, aber manchmal übermannt Anrufer einfach die Aufregung. Sie legen dann zum Beispiel sofort wieder auf, nachdem sie nur schnell gemeldet haben, dass es bei ihnen brennt“, so Hachemer. Er beruhigt die potenziellen Anrufer: „Niemand muss sich einen Fragenkatalog oder Merksätze merken, um einen hilfreichen Notruf abzusetzen. Die Disponenten am anderen Ende der Leitung fragen alles ab, was sie wissen müssen. Da lautet die ganz einfache Devise: Dran bleiben. Da erhält man auch hilfreiche Anweisungen, was man selbst in diesem Moment tun kann.“ Sein Fazit: „Notrufe sind keine Hexerei, dafür aber Lebensretter – und das in ganz Europa!“

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Verrechnungssätze für Feuerwehrfahrzeuge Bezüglich der Kalkulation der Verrechnungssätze für Feuerwehrfahrzeuge bestand in der Vergangenheit landesweit eine sehr große Unsicherheit insbesondere im Hinblick auf die Nutzungszeiten der Fahrzeuge. Die Folge waren sehr uneinheitliche Verrechnungssätze. Das Innenministerium hat daher am 18.03.2016 die Verordnung über den Kostenersatz für Einsätze der Feuerwehr erlassen. Darin wurden die bei Feuerwehreinsätzen zu erhebenden Stundensätze für Feuerwehrfahrzeuge verbindlich festgelegt. Die Verordnung Kostenersatz Feuerwehr vom 18. März 2016 ist im Gesetzblatt Baden-Württemberg Nr. 8 auf Seite 253 veröffentlicht worden und am 26. April 2016 in Kraft getreten. Ein Auszug des Gesetzblatts ist angefügt. Die Stundensätze für Feuerwehrfahrzeuge sind ab Inkrafttreten zu erheben.

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LETZTES UPDATE: 22:27 Uhr

Die Fliegerbombe wurde erfolgreich entschärft! Es besteht keine Gefahr mehr für die Bevölkerung!

Alle Bewohner können nun zurück in Ihre Wohnungen.


UPDATE 5: 22:07 Uhr

Die Evakuierungsmaßnahmen sind nun abgeschlossen und das Gebiet wurde zusätzlich mit einer Drohne mit aufmontierter Wärmebildkamera kontrolliert.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst beginnt nun mit der Entschärfung der Fliegerbombe.

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Retten, löschen, bergen, schützen

Die Aufgaben der Feuerwehr sind im Feuerwehrgesetz Baden-Württemberg geregelt.

Als im 19. Jahrhundert die Bürger erstmals geordnete Organisationen zur Brandbekämpfung gründeten dachte sicher noch niemand daran, wie sich der Weg der Feuerwehren bis in die heutige Zeit gestalten sollte. War die Aufgabe der Feuerwehr in den Anfangstagen nur darauf beschränkt, die Ausbreitung eines Feuers zu verhindern, ist die Feuerwehr heute zu einem richtigen Allround-Talent geworden. Zu jeder Tages- und Nachtzeit rücken freiwillige Feuerwehrleute aus, um schnell, gezielt und professionell zu helfen.

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Jeder Autofahrer kennt die Situation: im dichten Stadtverkehr taucht im Rückspiegel Einsatzfahrzeug auf, das mit Blaulicht und Martinshorn schnell vorankommen will. Wie reagiert man in einer solchen Situation am besten, damit das Fahrzeug sicher überholen kann?

Das Wichtigste zuerst: Bleiben Sie ruhig und reagieren besonnen!

Zeigen Sie dem Fahrer des Einsatzfahrzeuges frühzeitig, dass Sie ihn gesehen haben, z.B. durch kurzes Einschalten der Warnblinkanlage. Auch die Einsatzfahrzeuge benutzen frühzeitig den Blinker, damit sich der übrige Verkehr frühzeitig auf den Richtungswechsel einstellen kann.

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Zwei Tote und 23 Verletzte – das ist die traurige Bilanz des Unfalls vom 7. Juli 2011 in Hamburg. Ein Löschfahrzeug war bei einem Einsatz mit einem Linienbus kollidiert. Wer war schuld? Diese Frage wird momentan von den Ermittlern untersucht. Die entscheidende Frage hier ist: Fuhr das Löschfahrzeug mit Blaulicht und Martinshorn? Denn nur dann haben Einsatzfahrzeuge Sonderrechte im Straßenverkehr.

Immer wieder wird die Frage gestellt, ob die Feuerwehr im Einsatzfall immer mit Martinshorn fahren muss – selbst tief in der Nacht, wenn so gut wie keine Fahrzeuge mehr unterwegs sind. Die Antwort auf diese Frage zeigt der Unfall in Hamburg: Nur mit beiden Signalen können Einsatzfahrzeuge Sonderrechte in Anspruch nehmen. Es ordnet an: „Alle übrigen Verkehrsteilnehmer haben sofort freie Bahn zu schaffen.“ Das Blaulicht allein ist hierfür unzulässig.

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